RTS Hypervisor V2.2 – jetzt mit MSI Unterstützung für alle Betriebssysteme
Neue Version verbessert Systemkonfiguration und bietet Paravirtualisierungs-Schnittstelle

 Ravensburg, 31.Januar 2010 - Die Real-Time Systems GmbH, führender Anbieter von embedded Hypervisor und Echtzeit-Virtualisierungstechnologie, gab heute die Verfügbarkeit der Version 2.2 des RTS Hypervisor bekannt. Der RTS Hypervisor ist ein Softwareprodukt, welches die Ausführung von Echtzeitbetriebssystemen parallel zu Betriebssystemen wie Linux oder Windows XP erlaubt, ohne Latenzen zum bestehenden Echtzeitverhalten hinzuzufügen und ohne deterministisches Verhalten zu beeinträchtigen.

Da sowohl Embedded Hypervisor als auch Linux- und Windows-Echtzeiterweiterungen meist eine exklusive Aufteilung von Interrupts voraussetzen, ist eine Systemkonfiguration oft problematisch und manchmal sogar unmöglich. Um diese Konflikte durch sogenannte „Shared Interrupts" zu vermeiden, bietet der RTS Hypervisor in der Version 2.2 nun die Möglichkeit der Verwendung von MSI (Message Signaled Interrupts) für alle Betriebssysteme, selbst wenn diese von Haus aus kein MSI unterstützen.

Als erste Lösung dieser Art ist es mit dem RTS Hypervisor V2.2 nun möglich, automatisch die CPU- und Cache-Topologie z.B. der Intel Atom-, Core-, Xeon- oder Nehalem-Archtitektur zu analysieren, wodurch CPUs gezielt einzelnen Betriebssystemen wie Windows oder ein Echtzeitbetriebssystem zugewiesen werden können. Dieses neue Feature sorgt dafür, dass sich parallel ausgeführte Betriebssysteme nicht durch geteilte Caches gegenseitig negativ beeinflussen. Zusätzlich, um die Unterstützung für deterministische Betriebssysteme weiter zu öffnen, bietet die Version 2.2 nun ein Modul, welches ein schnelles virtuelles Netwerk und Shared Memory sowie weitere Virtualisierungskomponenten beinhaltet. Dieses Modul stellt eine einfache Paravirtualisierungs-Schnittstelle dar, mit der Kunden oder Betriebssystemhersteller ihr eigenes Betriebssystem oder auch anderen Echtzeitcode selbst integrieren können.

Durch Aufteilung von Prozessorkernen, Speicher und I/O Geräten in prinzipiell einzelne, unabhängige Rechner, ermöglicht der RTS Hypervisor eine drastische Reduzierung der Hardwarekosten - ohne Kompromiss. So lässt sich Hardware in Anlagen oder Maschinen, in welchen bisher eine embedded Hardware mit Echtzeitbetriebssystem parallel zu einem Windows Rechner benötigt wurde, auf eine Intel Multi-Core Hardware reduzieren. Mit einem einfachen Dual-Core Prozessor kann ein Echtzeitbetriebssystem gleichzeitig mit einem Windows XP betrieben werden. Andere Kombinationen aus mehreren gleichen oder verschiedenen Betriebssystemen sind nur eine Frage der Anzahl der Prozessorkerne. Vier Instanzen desselben Echtzeitbetriebssystems auf einem Quad-Core Prozessor ist dabei nur eine von vielen denkbaren Konfigurationen.

Die strikte Trennung erlaubt es, einzelne Betriebssysteme unabhängig voneinander und in beliebiger Reihenfolge zu starten. Selbst das Neustarten eines Betriebssystems, während ein oder mehrere andere Betriebssysteme weiterlaufen, stellt kein Problem dar. Für die Kommunikation der Betriebssysteme untereinander stehen Shared Memory und TCP/IP Netzwerk zur Verfügung.

Mit Version 2.2 unterstützt der RTS Hypervisor jede beliebige Kombination aus Windows XP, Windows CE, VxWorks, QNX, Microware OS-9, On Time RTOS-32, Linux und Preemptive Linux.

Real-Time Systems GmbH auf der Embedded World - 2. bis 4.März 2009. Halle 11 Stand 315.

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